Nachdem Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel im Frühjahr diesen Jahres endlich Reparationszahlungen für den Völkermord an den Herero im ehemaligen Südwestafrika zugesagt hat, mehren sich Forderungen nach weiteren Entschädigungen. Nachfahren von Opfern der Deutschen Ostsiedlung im 10. und 11. Jahrhundert haben jetzt Klage beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag eingereicht.
Trotz einer äußerst gewissenhaften Aufarbeitung der verbrecherischen deutschen Vergangenheit, ist dieses Kapitel unserer Schuld bisher weitgehend unbeachtet geblieben. Es ist daher höchste Zeit, dass die Bundesregierung sich auch zu diesen mittelalterlichen Gräueltaten bekennt. Nach Informationen unseres Hauptstadtkorrespondenten hat sich Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel bereits zu Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe sowie zur Rückgabe sämtlicher ostelbischen Gebiete bereit erklärt.
Wir Deutschen können stolz sein, dass wir uns kritisch mit unserer Vergangenheit auseinandergesetzt haben. Die Aufarbeitung deutscher Verbrechen darf sich allerdings nicht auf das 20. Jahrhundert beschränken, sondern sollte auch weiter zurückliegende Gräueltaten in Erinnerung rufen. Entschädigungen für das Leid, das Deutsche während der sogenannten Ostsiedlung im frühen Mittelalter über ihre Nachbarn gebracht haben, sollten daher nur ein Anfang sein.
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